Die Energiestadt Altdorf darf stolz sein

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2008 wurde Altdorf erstmals als Energiestadt ausgezeichnet. Schritt für Schritt setzt die Gemeinde seither nachhaltige Massnahmen vor Ort in die Tat um. Beim Re-Audit 2024 erzielte Altdorf mit 74,9% wiederum ein Top-Resultat.

«Es freut uns sehr, dass Altdorf das Re-Audit erfolgreich gemeistert hat und unsere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit gewürdigt werden», sagt Gemeindepräsident Sebastian Züst, der an der letzten Gemeinderatssitzung zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Beschluss des Trägervereins Energiestadt zur Kenntnis genommen hat. «Im Vergleich zu 2020 haben wir uns weiter verbessert. Projekte wie nextbike und der Zubau von Photovoltaikanlagen auf eigenen Immobilien zeigen die Bemühungen des Gemeinderates um eine zeitgemässe Klimapolitik beispielhaft.»

Energieeffiziente Gebäude

Gepunktet hat die Gemeinde Altdorf mit energetischen Sanierungen gemeindeeigener Gebäude. Ein Beispiel ist das Feuerwehrlokal, das mit einer Photovoltaikanlage bestückt wurde, mit erneuerbaren Energieträgern heizt und den Minergie-Standard erreicht. Aber auch die Photovoltaikanlagen auf der Turnhalle Feldli (2022), dem RUA-Gebäude (2023) und dem Werkhof (2024) werden positiv erwähnt. Zudem hat Altdorf 2024 für öffentliche Gebäude den Gebäudestandard eingeführt.

Energiestadt sichtbar machen

Der Energiestadt-Bericht attestiert der Gemeinde Altdorf eine lebendige Kommunikation, die zur Sichtbarkeit von Energiestadt beiträgt. Die Energie- und Umweltkommission organisiert regelmässig Veranstaltungen zur Sensibilisierung für Umwelt-, Energie- und Klimathemen – etwa die jährliche Durchführung von zwei Flohmärkten und einem Repair-Cafe sowie Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie der Planung von Solaranlagen, Kleinholzfeuerungen, Kreislaufwirtschaft oder zum Impulsprogramm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz. Als Leuchtturmprojekt ist die Aktion zum 800-Jahr-Jubiläum der Gemeinde positiv hervorgestochen. Zu diesem Anlass hat die Gemeinde 800 Baumsetzlinge an die Bevölkerung verteilt. 

Massnahmen zur Klimaanpassung im Fokus

Neben Massnahmen, die auf das Erreichen des Netto-Null-Ziels einzahlen, rücken zunehmend auch Massnahmen zur Klimaanpassung in den Fokus. So legt Altdorf bei der Erarbeitung des Siedlungsleitbilds grossen Wert auf die Erhaltung von Grünflächen, die Beschattung von Aussenräumen und die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips. Im Altdorfer Bannwald wird die Artenvielfalt mit der Pflanzung von klimaresistenten Baumarten gestärkt. Zudem entstehen mit Waldrandpflegeeingriffen sanft ansteigende Waldränder, wodurch die Wälder stabiler werden, weniger Angriffsfläche bei Stürmen bieten und die darunterliegenden Siedlungen besser schützen.

Die Gemeinde Altdorf ist sich bewusst, wo Verbesserungspotential besteht, und will sich in Anlehnung an ihr Leitbild und das Energie- und Klimapolitische Programm 2025 bis 2028 umweltpolitisch weitsichtig weiterentwickeln.

Was ist das Label Energiestadt?

Das Label Energiestadt steht für eine konsequente und nachhaltige Energiepolitik. Die Schweiz zählt per Anfang 2021 rund 660 Mitglied-Gemeinden und -Regionen. Über 60% der Schweizer Bevölkerung lebt in einer der gut 460 Energiestädte. Bei der Energiestrategie 2050, die vom Stimmvolk im Mai 2017 klar gutgeheissen wurde, nehmen die Energiestädte eine Schlüsselrolle ein. Energiestädte gehen voran in Richtung nachhaltige Energiezukunft.  Als Vorbild und Vorreiter setzen sie die Ziele der Energiestrategie 2050 in die Tat um.
Weitere Infos unter www.energiestadt.ch.

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