Adler Sommer 2026
Der Verein, der die Menschen am Berg verbindet
Auf den Eggbergen entstehen Begegnungen ganz von selbst. Genau daraus ist 2020 der Verein «Erlebnis Eggberge» entstanden – aus dem Wunsch, aus einem Nebeneinander ein Miteinander zu machen. Der Verein sorgt dafür, dass aus einem wunderbaren Ort weit mehr als nur schöne Momente entstehen.
Von diesem Panorama kriegt man nie genug! Bei der Bergstation der Eggberge-Seilbahn auf 1447 m ü. M. wird die Dimension und die Mächtigkeit der Urner Alpenkette sichtbar: Gitschen, Bristen, Bälmeten reihen sich auf zu einer Parade aus Stein und Fels. Unten im Tal schillert der Urnersee. Diese Landschaft zieht viele Menschen an. Sie bewegt – und lässt einen doch zur Ruhe kommen.
Einer, der davon nicht genug bekommt, ist Jules J. Christen. Als Präsident des Vereins Erlebnis Eggberge sorgt er seit der Gründung im Jahr 2020 dafür, dass aus diesem besonderen Ort mehr entsteht als schöne Erinnerungen. «Wir wollen Gelegenheiten schaffen, damit sich Menschen begegnen», sagt er. Viel mehr braucht es nicht – aber es braucht jemanden, der es anstösst. Man habe früher oft gehört «Mä sett eppis machä…», erklärt Jules Christen. «Wir im Verein beherzigen das.» Dieses Selbstverständnis zeigt sich speziell bei den praktischen Arbeiten: Holz für die Feuerstellen bereitstellen, Wege unterhalten oder spontan mit anpacken – vieles entsteht aus Initiative der Beteiligten. Für 2026 ist etwa ein Bio-WC bei der Feuerstelle bei der Bergstation des Skilifts geplant. Kleine Schritte, die für alle einen Unterschied machen.
Der Ansatz ist bewusst einfach. Geführte Wanderungen, Konzerte in der Kapelle, kleinere Arbeitseinsätze oder gesellige Treffen bilden das Rückgrat des Vereinsprogramms. Dazu kommen Formate mit einem Augenzwinkern wie das «Lismen für Männer«, der Frauenabend in der Berglodge 37 oder das Jassturnier, an dem sich 15- bis 90-Jährige an den Tisch setzen. Gerade weil die Anlässe unspektakulär sind, funktionieren sie. Man kommt ins Gespräch, bleibt sitzen, trifft sich wieder. Auch grössere Anlässe haben ihren Platz. Das Treffen zur Sommersonnenwende am Fleschsee etwa bringt jedes Jahr die Menschen zusammen. Jede und jeder ist willkommen, solange sie Freude an der Natur haben und sich entsprechend schonend in der Bergwelt bewegen. «Wir sind Gäste hier und sollten die Landschaft und das Kulturland mit Sorgfalt behandeln», betont Jules Christen. Genau darauf achtet der Verein: Die Eggberge sollen lebendig bleiben, ohne ihren Charakter zu verlieren.
Mit der Zeit entstehen daraus Verbindungen, die über einzelne Anlässe hinausgehen. Denn in einem Gebiet wie den Eggbergen braucht es Genossenschaften und Gruppen, die die einzelnen Attraktionen am Leben erhalten. Man kennt sich, hilft sich und organisiert gemeinsam Neues. Wer mitmacht übernimmt Verantwortung – für den Ort und für die Gemeinschaft. Unterstützt wird der Verein von seinen Mitgliedern sowie von der Gemeinde Altdorf, der Luftseilbahn Flüelen – Eggberge und der Dätwyler Stiftung sowie Privaten. Die Angebote der Restaurationsbetriebe, der Drechslerboutique, der «Eggbärgler Brauerei» und der Hofladen erweitern das Erlebnisangebot der Eggberge.
So wächst auf den Eggbergen etwas, das sich nicht planen lässt – aber pflegen. Begegnungen, die bleiben. Und ein wunderbarer Ort, der nicht nur besucht, sondern erlebt wird. Das Sommerprogramm verteilt sich über die kommenden Monate – offen, unkompliziert und ohne grosse Hürden. Wer oben ist, kann mitmachen. Und wer einmal dabei war, kommt oft wieder.