Unser Konsum beeinflusst die Umwelt und das Klima erheblich. Jedes Produkt verursacht entlang seines gesamten Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung über Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung zum einen Energieverbrauch und zum anderen Treibhausgasemissionen.

Ein wichtiger Ansatz um dem entgegenzuwirken ist die Suffizienz. Sie bedeutet, bewusster zu konsumieren und den Material- und Energieverbrauch zu reduzieren, ohne an Lebensqualität zu verlieren. Fragen wie «Was brauche ich wirklich?» helfen, Kaufentscheidungen zu hinterfragen. Die Wirkung ist deutlich: Durch die längere Nutzung, das Reparieren sowie Teilen, Mieten und Wiederverwenden von Kleidung, Möbeln oder Haushaltsgeräten lassen sich Treibhausgasemissionen deutlich senken.

Abfall minimieren

Im weltweiten Vergleich haben wir in der Schweiz eines der höchsten Siedlungsabfallaufkommen pro Person und Jahr. Die Abfallverwertung und -entsorgung entwickelt sich laufend weiter. Trotzdem sind die umweltfreundlichsten Abfälle diejenigen, die gar nicht erst anfallen. Helfen Sie mit und minimieren Sie Ihren Abfall.

Lebensmittel sind zum Wegwerfen zu kostbar

Wenn Lebensmittel hergestellt, aber nicht konsumiert werden, führt dies zu unnötigen CO2-Emissionen, Biodiversitätsverlust sowie Land- und Wasserverbrauch. 25 Prozent der Umweltbelastung durch unser Ernährungssystem sind auf Food Waste (vermeidbare Lebensmittelverluste) zurückzuführen. Rund ein Drittel aller Lebensmittel gehen zwischen der Produktion und dem Verzehr verloren. In der Schweiz werden etwa 330 kg Lebensmittel pro Person und Jahr entsorgt – davon fast 100 kg in den Haushalten. Diese enorme Menge wirkt sich gravierend auf Umwelt und Klima aus: Denn je später in der Verarbeitungskette ein Produkt entsorgt wird, desto grösser sind die unnötig investierten Ressourcen und die verzichtbaren Emissionen.

Hintergrundinformationen und hilfreiche Tipps, wie sich Lebensmittelabfälle vermeiden lassen, finden Sie auf der Website der Kampagne SAVE FOOD, FIGHT WASTE der Stiftung Praktischer Umweltschutz PUSCH und bei der Organisation foodwaste.ch. Letztere bietet auch eine nützliche online Plattform zur Haltbarkeit von Lebensmitteln an.   

Littering

Littering bedeutet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen. Die Ursachen sind vielfältig. Littering ist eine Unsitte und weder auf Sackgebühren noch auf fehlende oder überfüllte Abfallkübel zurückzuführen. Hinter der Zunahme von Littering stehen vielmehr Entwicklungen wie der wachsende Unterwegskonsum, die Zunahme von Mobilität und fehlende Sozialkontrolle. Verändertes Konsumverhalten zeigt sich etwa darin, dass immer mehr Personen ihre Mittagspause am Arbeitsort verbringen, sich unterwegs verpflegen und dass dabei immer mehr Einwegverpackungen zum Einsatz kommen. Ein generell achtloser Umgang mit der Umgebung oder reine Bequemlichkeit können persönliche Ursachen von Littering sein.

Die IG saubere Umwelt (IGSU) setzt sich seit 2007 für eine saubere Schweiz ein. Mit Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen macht sie die Bevölkerung darauf aufmerksam, dass Abfall nicht auf den Boden, sondern in den Kübel oder zur Recyclingstelle gehört.

Die Littering-Toolbox sammelt spannende Beispiele von bereits realisierten Massnahmen gegen Littering und macht diese für alle Interessierten frei zugänglich. Sie richtet sich in erster Linie an Personen und Institutionen, die Littering aktiv bekämpfen wollen oder eine Kampagne planen.

Nützliche Links zum Thema Littering

IG saubere Umwelt (IGSU) Littering-Toolbox

Kompostieren hilft beim Abfallminimieren

Pro Person und Jahr werden in der Schweiz rund 66 kg Speise- und Küchenabfälle via Kehrichtabfuhr entsorgt. Beträchtliche Anteile dieses Abfalls können einfach vermieden oder lokal kompostiert werden. Wenn wir dies schaffen, sparen wir Geld, vermeiden Transporte und reduzieren die Kehrrichtmengen, die in die Verbrennung gelangen.

Reparieren spart Geld und hilft der Umwelt

Die Entsorgung von Siedlungsabfällen ist schweizweit gut organisiert. Kehricht aus den Urner Haushaltungen gelangt in die Kehrichtverbrennungsanlage Renergia. Bei der Verbrennung entstehen dort Strom und Wärme, die weiter genutzt werden. Verwertbare Siedlungsabfälle wie Papier, Glas, Metalle etc. werden separat gesammelt und rezykliert. Die Abfallentsorgung und -verwertung macht in der Schweiz rund 2 % der Umweltbelastung pro Kopf und Jahr aus. Im Vergleich fällt der Bereich Konsum mit 24 % viel mehr ins Gewicht. Wenn wir weniger einkaufen, Konsumgüter länger nutzen und defekte Sachen reparieren, tun wir also mehr für die Umwelt, als wenn wir uns einzig um die fachgerechte Entsorgung der Güter kümmern.

Damit Reparieren einfach wird, haben sich Kantone, Städte und Gemeinden zusammengeschlossen und die Plattform reparaturführer.ch gegründet. Hier finden Sie Reparaturprofis, Reparaturanleitungen und Wissenswertes rund ums Flicken.

Eine Übersicht mit Terminen, Orten und Angaben zu geplanten Repair Café Veranstaltungen bietet die Website repair-cafe.ch des Konsumentenschutzes (vgl. unten). Auch die Gemeinde Altdorf führt alljährlich ein Repair Café durch.

Die Kampagne «e chline schritt» der Zentralschweizer Umweltfachstellen bietet neben Tipps und Informationen rund ums Reparieren Informationen zu diversen weiteren Umweltthemen.

Nützliche Links zum Thema Reparieren statt Wegwerfen

reparaturführer.ch repair-cafe.ch e-chline-schritt.ch

Angebote in Altdorf

Unverpackt oder verpackungsarm einkaufen
Anbieter Angebot
Arnold Zentrum-Markt, Schmiedgasse 10, Altdorf Offenverkauf von Früchten, Gemüse, Käse, Charcuterie und Waschmittel. Bei allen Offenverkaufsstellen können Sie Ihre eigene Verpackung mitbringen. Kühlschrank des Projekts Madame Frigo beim Ausgang Richtung Bärengässli.
Hofladen byherger.ch, Grenzgasse 8, Altdorf Eier zum selber greifen; Salatsauce in der Mehrwegglasflasche; Kürbis unverpackt; Annahme von Altbrot zum Verfüttern an die Tiere.
Feinbäckerei Hauger AG, TellBeck, Confiserie Danioth, Altdorf Eigener Brotsack kann mitgebracht werden.
Teelädäli Altdorf, Kapuzinerweg 2, Altdorf Offenverkauf von diversen Teesorten und Gewürzen. Teilweise Bio-zertifiziert; Depot-Leihgläser vorhanden.
Coop, Hellgasse 3, Altdorf Offenverkauf von Früchten, Gemüse, Nüssen und Trockenfrüchten; Verkauf von Bier in Mehrwegflaschen (Pfand)

Ausserdem können auf dem Altdorfer Wochenmarkt jeweils am Samstagmorgen auf dem Unterlehn diverse Lebensmittel und Alltagsgegenstände unverpackt gekauft werden.

Leihen statt kaufen
Anbieter Angebot
Arnold Zentrum-Markt, Schmiedgasse 10, Altdorf Ausleihe von Racletteöfen, Fondue-Caquelon und Gläser
Kantonsbibliothek Uri, Bahnhofstrasse 13, Altdorf Ausleihe von Büchern, DVD und CD
Leihladen ig-future, Hellgasse 25, Altdorf Ausleihe von Alltagsgegenständen für Handwerk, Garten, Sport, Freizeit, Haushalt und Mobilität
Gebraucht statt neu
Anbieter Angebot
Oneway Brockenhaus, Hellgasse 4, Altdorf Verkauf von Gebrauchtwaren, Wohnungsräumungen und Recycling
Second Love Vintage Store, Lehnplatz 13, Altdorf Kleider, Vinyl & Accessoires aus zweiter Hand
Am Dorfbach, Hellgasse 6, Altdorf Secondhand für Damen, Damenmode und Accessoires
Börse Pinoccio, Seilergasse 1, Altdorf Secondhandshop für Kinderartikel

Ausserdem organisiert die Gemeinde Altdorf zwei Mal jährlich (Mai und September) einen Flohmarkt auf dem Unterlehn: Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren.

Disclaimer

Diese Informationen stellt Ihnen die Gemeinde Altdorf mit der freundlichen Genehmigung des Amts für Umwelt Kanton Uri zur Verfügung.