Altdorf wächst. Auch die Schule Altdorf sieht sich mit steigendem Raumbedarf konfrontiert. Die Schulraumplanung ist ein Instrument des Gemeinderats in Zusammenarbeit mit dem Schulrat. Sie soll die kommenden Bedürfnisse analysieren und in geordnete Bahnen lenken.

Die Gemeinde Altdorf verfügt über mehrere Schulhäuser, an denen aktuell rund 965 Kinder im Kindergarten, der Primarschule und der Oberstufe von rund 170 Lehrpersonen (inkl. Assistenzpersonal) betreut werden.

Zur Schule Altdorf gehören die beiden Schulstandorte St. Karl (Primarschule) und Zentrum (Primarschule und Oberstufe) mit den Schulhäusern Marianisten, Hagen, Bernarda und Florentini. Hier wurden im Schuljahr 2024/25 total 29 Primarschul- und 11 Oberstufenklassen unterrichtet.  In diesen Schulanlagen sind auch 6 Kindergärten untergebracht. Ergänzend dazu betreibt die Gemeinde an den Standorten Rosenberg, Trögli, Magigen und Jakobsried 4 Quartierkindergärten. 

Schülerzahlen steigen

Die Schule Altdorf sieht sich mit steigendem Raumbedarf konfrontiert. Einerseits sind in den vergangenen Jahren die Zahlen der Schülerinnen und Schüler langsam, aber stetig gestiegen. Andererseits führen auch veränderte Unterrichtskonzepte und neue Zusatzangebote zu einem Mehrbedarf. Ausserdem dürfte der Bedarf an schulergänzender Betreuung weiter zunehmen.

Deshalb geht die Gemeinde Altdorf ihre künftige Schulraumplanung proaktiv an, um den benötigten Schulraum rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Die Schulraumplanung bildet die Grundlage für die Entwicklung der Schule Altdorf mit einem zeitlichen Horizont von 15 Jahren. Da Schulräume kostenintensiv sind, ist eine wirtschaftlich tragbare Umsetzung in mehreren Etappen vorgesehen. 

Stoffelmatte 3

In der Stoffelmatte plant der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Gesellschaft und der Stiftung Papilio einen neuen Kindergarten. Bild: Theiler Landschaft GmbH

Raumbedarf nimmt zu

Der zukünftige Raumbedarf hängt letztlich von der Entwicklung der Schülerzahlen ab. Die Analyse im Rahmen der Schulraumplanung hat ergeben, dass bei der Oberstufe und bei den Sportanlagen für schulische Zwecke im Planungshorizont bis 2040 genügend Raum vorhanden ist. 

Ein Bedarf an Räumlichkeiten zeichnet sich auf der Kindergarten- und Primarstufe ab. Auf der Kindergartenstufe werden aktuell 10 Klassen geführt. Gemäss Prognose ist ab Schuljahr 2027/28 von 11 bis 12 Kindergartenklassen auszugehen. Dieser Bedarf wird bis zum Ende des Betrachtungszeitraums (Schuljahr 2039/40) Bestand haben.

Auf der Primarstufe werden aktuell 29 Klassen geführt. Gemäss Klassenprognose ist ab Schuljahr 2027/28 von 30 Klassen, ab Schuljahr 2030/31 mit 32 Klassen und ab Schuljahr 2033/34 bis zum Ende des Betrachtungszeitraums (Schuljahr 2029/40) von 33 Klassen auszugehen.

Kindergärten in die Quartiere

Zur Umsetzung der Schulraumplanung für die Kindergartenstufe sind mehrere Varianten geprüft worden. Der Gemeinderat und der Schulrat verfolgen die Strategie, die Kindergärten aus den Primarschulhäusern an externe Standorte in den Quartieren zu verlegen. So werden die Schulwege für die Kleinsten kürzer. Der freiwerdende Schulraum fängt den Bedarf an zusätzlichem Primarschulraum auf. Dadurch kann auf Erweiterungs- bzw. Ersatzneubauten in den Schulanlagen verzichtet werden. Die bestehenden Quartierkindergarten werden zukünftig optimiert und ausgebaut, am Standort Stoffelmatte soll neuer, zusätzlicher Kindergartenraum im Rahmen des Neubaus La Quinta der Stiftung Papilio entstehen. 

Die Umsetzung ist etappenweise geplant. Mit der Teilrevision der Nutzungsplanung Stoffelmatte folgt nun der erste Schritt. Weitere Projekte werden in den kommenden Jahren folgen. Die Gemeinde wird zu gegebener Zeit informieren.