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24.06.2026

Neubau Reservoir Breitzug schafft Sicherheit

24.09.2025

Eine sichere Wasserversorgung bedingt den Neubau Reservoir Breitzug

24. Juni 2026

Neubau Reservoir Breitzug schafft Sicherheit

Altdorf wächst. Bevölkerung und Arbeitsplätze werden bis 2045 zunehmen. Altdorf ist auf eine langfristig sichere Versorgung mit Trink-, Brauch- und Löschwasser angewiesen. Deshalb braucht es das neue Reservoir Breitzug. Zwei eigenständige, redundante Reservoire garantieren hohe Versorgungssicherheit und sorgen für den notwendigen Wasserspeicher.

Visualisierung Neubau Reservoir Breitzug web

«Der Neubau Reservoir Breitzug ist ein zentrales, wesentliches Element, damit die Versorgungssicherheit auch künftig gewährleistet ist», bringt es Hansruedi Huwiler, Präsident der Wasserkommission Altdorf, auf den Punkt. Zum IST-Zustand sagt er: «Das Reservoir Belmité von 1973 hat eine zu geringe Speicherkapazität. Altdorf braucht ein zweites, unabhängiges Reservoir, um die Versorgung mit Trink- und Löschwasser langfristig ausreichend zu sichern.» Hansruedi Huwiler betont: «Zudem gibt es bei der Versorgungssicherheit ein erhebliches Klumpenrisiko, weil die gesamte Speicherkapazität an einem einzigen Standort konzentriert ist.»

Das Generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP) ist das zentrale Planungsinstrument für die Wasserversorgung von Gemeinden – auch für Altdorf.

Die Versorgungsplanung wurde 2018 und 2024 von der Wasserkommission mit fachkundiger Mithilfe hinsichtlich der Entwicklung bis 2045 aufdatiert. Aus der Analyse ergeben sich klare Erkenntnisse und Gründe, welche die Notwendigkeit des Neubaus Reservoir Breitzug unterstreichen:

  • IST-Zustand: Bereits heute gibt es ein ausgewiesenes Speicherdefizit. Die Wasserbilanz der Versorgungsplanung 2018 / 2024 (GWP) zeigt klar, dass die heutige Speicherkapazität von 4'100 m3 für die Versorgung von Altdorf mit Trink-, Brauch- und Löschwasser nicht ausreicht.
  • Das Speicherdefizit fürs Trink- und Brauchwasser beläuft sich auf 900 m3 (IST-Zustand). Bis 2045 wird die Fehlmenge gemäss Versorgungsplanung auf 1'600 m3 geschätzt. Altersbedingt soll zudem in wenigen Jahren das Reservoir Belmité alt ausser Betrieb genommen werden. Dadurch vergrössert sich das Speicherdefizit um weitere 600 m3.
  • Speicherdefizit Löschwasser: Fürs Löschwasser ist eine Speicher-Fehlmenge von 300 m3 ausgewiesen.
  • Klumpenrisiko: Die Wasserversorgung wird gespiesen durch das Reservoir Belmité alt und Belmité neu – mit gemeinsamer Reservoirleitung. Das birgt bei einem Ausfall der Leitung ein grosses Klumpenrisiko .

Hansruedi Huwiler, Präsident der Wasserkommission, verweist auf die Entwicklung bis 2045: «Gemäss Prognosen zum Altdorfer Siedlungsleitbild wird die Bevölkerung auf 12'000 Einwohnerinnen und Einwohner ansteigen. Zudem sollen rund 1100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Der Wasserbedarf wird entsprechend ansteigen.» Die Wasserversorgung Altdorf hat für die Versorgungsplanung (GWP) darum drei Varianten zum Ausbau der Speicherkapazität evaluiert. Der Miteinbezug des Wasserverbunds Unteres Reusstal kam darum nicht in Frage, da bei einem Unterbruch oder der Sanierung des Reservoirs Belmité neu nicht genügend Wasser bezogen werden könnte. Die Variante Vergrösserung Reservoir Belmité mit einer zweiten Speicherkammer würde bedingen, dass die Zuleitung doppelt ausgebaut wird und hätte weiterhin das Risiko beinhaltet, dass die gesamte Speicherung nur an einem Standort ist.

«Die Evaluationen ergaben ein klares Bild und sprachen letztlich für ein zweites, neues Wasser-Reservoir am Standort Nord, in der Nähe des Kleinwasserkraftwerks Bannwald», erklärt Hansruedi Huwiler: «Der Neubau Reservoir Breitzug ist klar die beste Option.» Dies bringt eine Reihe von wesentlichen Vorteilen mit sich:

  • Planungsziel 2045 wird erfüllt: Gemäss Entwicklung bis 2045 beläuft sich die total erforderliche Speicherkapazität auf 6'000 m3. Der Neubau Reservoir Breitzug soll dazu 3'000 m3 beitragen.
  • Vorteile Standort Nord: Das Gebiet beim Kleinwasserkraftwerk Bannwald eliminert das Klumpenrisiko, zudem ist die Nähe zum Quellgebiet gegeben und der Standort ist bereits gut erschlossen.
  • Ausblick: Das Reservoir Belmité neu ist bereits rund 60 Jahre alt. Es ist mittelfristig sanierungsbedürftig. Mit dem Neubau Reservoir Breitzug kann dieses ausser Betrieb genommen und erneuert werden.
  • Hohe Versorgungssicherheit: Mit dem neuen Reservoir Breitzug kann das Wasserleitungsnetz Altdorf in Zukunft über zwei unabhängige Reservoire mit gleich grossen Kammern versorgt werden.

Die Kostenschätzung für den Neubau Reservoir Breitzug beläuft sich auf CHF 5,21 Mio. inkl. MwST. (+/- 20 %). Der Neubau, weitere Anlagen und der Abbau der finanziellen Einlagen aus dem Übertrag der Anlagen an die Abwasser Uri AG bedingen eine Gebührenerhöhung. Im November 2026 kann die Bevölkerung über den Baukredit abstimmen. Die Inbetriebnahme ist auf Sommer 2029 geplant. Gemeinderat und Wasserkommission Altdorf sprechen sich für den Neubau Reservoir Breitzug aus.

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