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14. Oktober 2026
Budget 2027 der Gemeinde Altdorf
Bei einem Gesamtaufwand von CHF 51'974’900 und einem Gesamtertrag von CHF 50'297’200 sieht das Budget 2027 einen Aufwandüberschuss von CHF 1'677’700 vor. Die Nettoinvestitionen betragen CHF 5'008’000.
Auf der Einnahmenseite rechnen wir mit steigenden Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen von insgesamt CHF 992’500 gegenüber dem Vorjahresbudget. Dies entspricht einem Anstieg von rund 4%. Neben höheren Quellensteuern von CHF 200‘000 wurden die Prognosen für die Steuereinnahmen der Einkommenssteuern der natürlichen Personen wiederum erhöht. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahresbudget beträgt CHF 728’000. Auch bei den juristischen Personen konnten die Einschätzungen aufgrund des positiven Rechnungsabschlusses 2025 nach oben angepasst werden. Die Zunahme beträgt hier CHF 513'000 was einem Anstieg von 18% entspricht.
Bei den Grundstückgewinnsteuern rechnen wir ebenfalls mit höheren Einnahmen von CHF 250‘000. Dieser Trend bestätigt sich auch in der aktuellen Hochrechnung 2026.
Bei den Finanzerträgen können wir mit einer teilweisen Rückerstattung des Aktienkapitals der ZAKU rechnen. Der Anteil der Gemeinde Altdorf beläuft sich dabei auf CHF 1,23 Mio. und verbessert das Resultat des Budgets einmalig erheblich.
Auf der Aufwandseite verzeichnen wir bei den Personalkosten rund CHF 1,7 Mio. höhere Aufwendungen als im Budget 2026. Im Verwaltungsbereich sind hier zusätzliche 250 Stellenprozente für die Sozialen Dienste Uri Nord zu erwähnen. Die grössere Abweichung ergibt sich jedoch im Schulbereich. Wir sind hier mit höheren Lohnkosten von über CHF 1,1 Mio. konfrontiert, was hauptsächlich auf mehr Unterricht für die integrative Förderung und Sonderschulung zurückzuführen ist. Im Budget 2027 ist zudem eine weitere Primarschulklasse eingerechnet.
Im Bereich der Sozialhilfe sind wir ebenfalls mit steigenden Ausgaben konfrontiert. Dies betrifft insbesondere laufende Kindesschutzmassnahmen. Im Bereich des Finanzausgleichs werden wir in den kommenden 4 Jahren mit einer Halbierung des Globalbilanzausgleiches budgetieren müssen. Dies hat der Landrat aufgrund des Sparpaketes des Regierungsrates beschlossen. Die Abschreibungen steigen um CHF 100‘000 an und erreichen einen Wert von CHF 3 Mio. Die Nettoinvestitionen betragen im Budget 2027 knapp CHF 5 Mio.
Aufgrund dieser Investitionstätigkeit und des negativen Resultats beträgt der Selbstfinanzierungsgrad 24,9% und die Nettoschuld I wird sich auf rund CHF 1’000 pro Kopf erhöhen. Dies entspricht einer Zunahme der Verschuldung um rund CHF 4 Mio.
Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss für das Jahr 2027 unverändert auf 95% und den Kapitalsteuersatz der juristischen Personen auf 0,01‰ festzusetzen.
(Bild: Urner Wochenblatt / Simon Gisler)