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01.10.2026

Umgang der Wasserversorgung Altdorf mit der Trockenheit

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24.09.2025

Eine sichere Wasserversorgung bedingt den Neubau Reservoir Breitzug

01. Oktober 2026

Umgang der Wasserversorgung Altdorf mit der Trockenheit

Im trockenen Hitzesommer 2026 ist die Trink-, Brauch- und Löschwasserversorgung in Altdorf nach wie vor jederzeit sichergestellt. Für die mittelfristige Versorgungssicherheit plant die Wasserversorgung zusätzliche Wasserspeicherkapazitäten, um dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, der zunehmenden Trockenheit sowie bestehenden Klumpenrisiken zu begegnen.  

Reservoi Belmite

In der Schweiz herrscht seit dem Frühling 2026 eine ausgeprägte Trockenheit. Gleichzeitig hat die grosse Hitze in den letzten Monaten zu einem höheren Trinkwasserverbrauch sowie höheren Verbrauchsspitzen geführt. Auch für die Wasserversorgung Altdorf ist die Trockenheit eine Herausforderung. Die Quellfassungen im Bannwald haben diesen Sommer nicht ausgereicht, um die Altdorfer Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. «In solchen Fällen beziehen wir das Wasser von den Grundwasserpumpwerken des Wasserverbunds Unteres Reusstal», erklärt der Altdorfer Brunnenmeister Roland Sicher. «Dieses zweite Standbein war für uns diesen Sommer sehr wichtig.» Im Wasserverbund Unteres Reusstal (WUR) sind die Gemeinden Altdorf, Schattdorf, Seedorf und Flüelen zusammengeschlossen und können von dem freizulaufenden Quellwasser sowie von den Grundwasserpumpwerken Schachen und Zwyermatt zusätzliches Trink-, Brauch- und Löschwasser beziehen. «Dadurch waren wir ausreichend versorgt und mussten keine Sparapelle an die Bevölkerung richten», so Roland Sicher.

Trinkwasser-Defizit ist bekannt

Das Grundwasser vom WUR garantiert der Gemeinde ferner Versorgungssicherheit, wenn es wegen Störungen, Unterhaltsarbeiten oder Wassertrübungen zu Trinkwasserausfällen kommt. Vorausschauend sind aber weitere Massnahmen nötig. «Im Rahmen der Generellen Wasserversorgungsplanung (GWP) in den letzten acht Jahren wurde ersichtlich, dass wir bei der Wasserversorgung ein Defizit haben», so Bruno Bissig, Bereichsleiter Wasserversorgung. «Neben dem zweiten Standbein WUR brauchen wir auch mehr Speicherkapazität, um mit der zukünftigen Entwicklung in Altdorf Schritt halten zu können». Da ist einerseits das Bevölkerungswachstum: Lebten im Jahr 2025 rund 10'600 Personen in Altdorf, so rechnet die Gemeinde bis 2040 mit 12'000 Einwohnerinnen und Einwohnern und damit einhergehend mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen. Der Wasserbedarf – sowohl Trink- und Brauchwasser als auch Löschwasser für die Feuerwehr – wird entsprechend ansteigen. Andererseits will die Wasserversorgung Altdorf bestehende Risiken vermindern. So speist das Reservoir Belmité heute das Wasserleitungsnetz über eine einzige Leitung. Ein möglicher Ausfall stellt ein grosses Klumpenrisiko dar. 

Hinzu kommt nun die Trockenheit. «Ausgeprägte Trockenperioden, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, hat es immer schon gegeben», erklärt Roland Sicher. «Wir stellen aber fest, dass die Abstände zwischen den trockenen Jahren immer kürzer werden: Waren es im 20. Jahrhundert jeweils rund 25 Jahre – beispielsweise 1921, 1947 und 1976 – so treten die jüngsten Trockenperioden in immer kürzeren Abständen und mit grösserer Häufigkeit auf, zuletzt z.B. 2015, 2018, 2022 und nun 2026.» Und die Trockenheit hält nach wie vor an: «Der Winter kommt erst noch und die Quellschüttungen gehen weiter zurück», sagt Brunnemeister Sicher. «Die Wasserknappheit kann sich immer noch weiter verschärfen.» Daher sei ein sorgsamer Umgang mit dem wertvollen Gut Wasser immer angezeigt. «Das hilft Kosten zu sparen und bereitet uns auf Zeiten vor, in denen vielleicht auch bei uns das Trinkwasser knapp werden könnte.»

Diversifizierung schafft Versorgungssicherheit

Die Altdorfer Wasserversorgung hat den Auftrag, der Bevölkerung jederzeit genügend Trinkwasser in guter Qualität zur Verfügung zu stellen. «Ich denke, dieser Sommer hat vielen Leuten den Wert einer verlässlichen Wasserversorgung vor Augen geführt», sagt der Bereichsleiter Bruno Bissig. Um die erwähnten Herausforderungen anzugehen, plant die Wasserversorgung Altdorf den Neubau des Reservoirs Breitzug in der Nähe des Kleinwasserkraftwerks Bannwald. Das Reservoir stellt die notwendige Speicherkapazität für die Wasserversorgung bis zum Planungsziel 2045 sicher. Zusätzlich eliminiert das geplante, neue Reservoir zusammen mit dem Reservoir Belmité das Klumpenrisiko im Altdorfer Wasserleitungsnetz. Das Kreditbegehren für das Projekt gelangt Ende November 2026 zur Urnenabstimmung. 

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